Ausstellung im RomaNEum zum Thema Wohnen

15. April 2021 - "Aktionstag Wohnen" im RomaNEum - Ausstellung in der Zeit vom 29.3.-16.4.2021 im großen Foyer des RomaNEums
Foto.Olaf Gruschka(1)
Datum:
15. Dez. 2020

Ausstellung im RomaNEum zum Thema Wohnen

Im Kontext des am 15. April 2021 veranstalteten „Aktionstag Wohnen“ im Romaneum , zeigen Marienberger Schülerinnen aus den Kunstkursen der Q2 und Q1 sowie weiterer Beiträge aus den Klassen (Leitung:   Olaf Gruschka und Andrea Gruschka) ausgesuchte Fotografien, Zeichnungen, Malereien, Collagen und Skulpturen.

Die Ausstellung wird in der Zeit vom  29.3.-16.4.2021 im großen Foyer des RomaNEums gezeigt.

Wohnen geht über "anwohnen" hinaus und bedeutet vor allem "einwohnen". Es verlangt von jedem Einzelnen das nachspürende, mitfühlende wie verantwortliche Denken, das umsichtige Planen und bauende Gestalten von Räumen durch Orte. Wohnen ist nichts Passives. Als Sein-mit-anderen verändert es die Welt – nicht nur faktisch, sondern auch atmosphärisch.

Wie die Menschen wohnen, ist Ausdruck von Tradition und Gewohnheit, Spiegel der Zeit wie technischer Standards. Die ältesten (eiszeitlichen) Wohnungen waren Erdlöcher und natürliche Höhlen, steinzeitlich dann Halbhöhlen und Hütten aus Reisig und Laub. In der Jungsteinzeit gab es in Nordeuropa Pfahlbauten, in der Bronzezeit Rundbauten mit einfachen Kegeldächern. Nach der Entwicklung differenzierterer Zimmermannstechniken folgten einfache Blockbauten. Alle Wohnstätten sollen Schutz vor Wind und Wetter, den Jahreszeiten, Feinden und wilden Tieren bieten. In der Praxis des Gebrauchs der dafür erforderlichen Isolationsmedien bildeten sich bis in die Gegenwart mannigfaltige Wohn-Kulturen.

Die Bedeutung des Wohnens konzentriert sich hier auf die räumliche Welt der Wohnung. Umso mehr wirft der Blick auf das Leben Obdachloser die Frage auf, wie und ob auch wohnt, wer gar keine Wohnung hat. Damit fragt sich zugleich: Kann man nur in persönlich oder gemeinschaftlich genutzten Innenräumen wohnen, die wir üblicherweise eine "Wohn-ung" nennen, oder auch in einer Stadt? 

Die Schülerinnen gehen mit ihren künstlerischen Artikulationen diesen Fragen spielerisch nach.

Olaf Gruschka