{KI}.Camp - Mädchen machen KI

Schülerinnen erkunden Künstliche Intelligenz (KI) in den Osterferien
KI-Camp Frau Strutz
Datum:
16. Apr. 2021

{KI}.Camp - Mädchen machen KI

Schülerinnen erkunden Künstliche Intelligenz (KI) in den Osterferien

Lea Strutz (Jg.EF), eine Teilnehmerin des Camps, berichtet:

"Nachdem ich durch Herrn Reschke von der möglichen Teilnahme beim KI-Camp in den Osterferien erfahren habe, habe ich mich für den Workshop beworben und wurde, zusammen mit den Schülerinnen Henriette Bützer (EF), Karolin Enkel (9 d), Henrike Fuhs (9 b), Jae-In Lee (9 e), Eva Quildies (9 b), Sophia Reuter (EF) und Chiara Seeber (Q1), tatsächlich für die Teilnahme ausgewählt. Das Thema hörte sich vielversprechend an, da Künstliche Intelligenz (KI) in unserer zunehmend vernetzten Welt schon heute das Leben von uns allen stark beeinflusst und durch die weitere Digitalisierung auch in den nächsten Jahren von enormer Bedeutung sein wird.

Das Projekt „KI macht Schule“ hat zum Ziel die Aufklärung über KI mit Fakten, Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz durch die angebotenen Workshops zu fördern. Neben den technischen Aspekten liegt der Fokus auch auf sozialen und ethischen Aspekten und Fragestellungen.

Das KI Camp ist ein Angebot der gemeinnützigen Initiative „KI macht Schule“ und wird von einer Gruppe von Doktoranden und Studierenden aus ganz Deutschland organisiert.

Vom 25. März bis zum 11. April 2021 hatten wir durch die Teilnahme beim KI Camp dann die Möglichkeit, mehr über Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen zu erfahren. Und das sogar ganz bequem von zu Hause aus über den eigenen Discord Channel von „KI macht Schule“.

Dabei ging es um folgende Themen:

Was ist KI und wie funktioniert sie? In der ersten Lerneinheit erhielten wir zunächst einen Überblick über Künstliche Intelligenz und damit verbundene Forschungsfelder wie Maschinelles Lernen, Maschinelles Sehen (Computer Vision), Sprachverarbeitung und Robotik.

Es war spannend zu erfahren, wo zunehmend Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Denn häufig ist man sich im Alltag nicht darüber bewusst, wie viele Bereiche unseres Lebens bereits heute durch KI beeinflusst werden.

Künstliche Intelligenz wird beispielsweise in der Medizin bei dem Auseinanderhalten von gut- und bösartigen Krebszellen genutzt. Dabei untersucht die Maschine einzelne Aspekte wie zum Beispiel das Gewicht, um die Krebszellen voneinander zu unterscheiden. Vielen ist gar nicht bewusst, wie wichtig diese Unterscheidung ist. Unerkannte, bösartige Krebszellen können fatale Auswirkungen auf einen Organismus haben.

Bei der zweiten Kurseinheit ging es darum KI-Algorithmen zu verstehen. Mit interaktiven Beispielen wurde veranschaulicht, wie Maschinen mithilfe von Mathematik aus verschiedensten Daten lernen können.

Wir testeten dies an einem Programm, welches zum Beispiel verschiedene Handgesten voneinander unterscheiden kann. Es mussten einige Bilder der Handgeste in verschiedenen Höhen, Winkeln und auch mit verschiedenen Händen aufgenommen werden, um die Künstliche Intelligenz zu trainieren. Am Ende konnte die Künstliche Intelligenz von einem Daumen nach oben und einem Daumen nach unten, sowie einem Peace-Zeichen oder einer geballten Faust unterscheiden.

Mit einer solchen Künstlichen Intelligenz kann zum Beispiel in der aktuellen Corona-Situation ermittelt werden, ob ein Mund-Nasen-Schutz korrekt getragen wird.

In der dritten Lerneinheit lernten wir weitere Anwendungen von Künstlicher Intelligenz kennen und hatten die Möglichkeit mit den anderen Schülerinnen darüber zu diskutieren, ob KI in Zukunft zum Beispiel Menschen pflegen, Röntgenbilder auswerten oder wichtige Entscheidungen treffen sollen. Die Frage „Was darf KI?“ war dabei das zentrale Thema.

Insgesamt kann man sagen, dass durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Medizin und durch die damit verbundene enorme Effizienzsteigerung möglich ist, nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Zeit zu sparen. Prozesse in der Diagnostik, Analyse und Forschung können optimiert werden. Das ärztliche Personal hat somit mehr Zeit für das Wesentliche: sich um den Menschen zu kümmern. Zugleich können Diagnosen noch früher gestellt werden, weil die jeweilige Maschine erkennt, was das menschliche Auge übersehen könnte. Künstliche Intelligenz kann zwar den Arzt nicht ersetzen, aber sie kann seine Möglichkeiten erweitern und ihn unterstützen.

Im letzten Workshop erhielten wir Einblicke in MINT- (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und KI-Werdegänge und Berufsfelder und hatten zudem die Gelegenheit, mit Frauen, die einen dieser Bereiche zu ihrem Beruf gemacht haben, ins Gespräch zu kommen, um mehr über den Einstieg in den MINT-Bereich und die KI-Forschung zu erfahren. Ich fand besonders interessant, dass wir ihnen verschiedenste Fragen über ihr Studium und ihre Arbeit stellen konnten.

Sollten weitere Workshops zu diesem Thema angeboten werden, kann ich eine Teilnahme ausdrücklich weiterempfehlen, da dies eine tolle Möglichkeit für mich war, meine Kenntnisse zu KI zu erweitern und zudem auch kennenzulernen, welche Berufsmöglichkeiten mir KI bietet."

Fotos: Strutz/Seeber/Bützer/Fuhs

 

KI-Camp Frau Seeber(1)
KI-Camp Frau Fuhs
KI-Camp Frau Bützer