Theater trotz(t) Krise

Über unsere Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landestheater, Neuss
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Datum:
6. Apr. 2021

Theater trotz(t) Krise 

Über unsere Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landestheater, Neuss 

 

Victoria Schultz und Franka Janssen, zwei Teilnehmerinnen des diesjährigen Literaturkurses in der Jahrgangsstufe 11, berichten:

"Seit Anfang des Schuljahrs bietet uns das Rheinische Landestheater Neuss (RLT) sowohl Einblicke in das echte Theaterleben als auch Unterstützung mit dem Theaterstück „Ein Sommernachtstraum“ unseres diesjährigen Literaturkurses (Q1) unter der Leitung von Frau Groß.

Trotz Online-Unterrichts wurde uns die Möglichkeit gegeben, mit dem Rheinischen Landestheater, Neuss zu kooperieren, indem wir eine Videokonferenz über BigBlueButton mit Gitti Holzner, Theaterpädagogin des RLT, im Rahmen unseres Literaturunterrichts durchführten. Uns wurden die vielfältigen Berufe in einem Theater vorgestellt, sodass wir, wenn auch nur virtuell, hinter die Kulissen gucken konnten. Von Kostümbildner*innen über Regisseur*innen bis hin zu Schauspieler*innen wurden uns die verschiedensten Berufe gezeigt, die schließlich dafür verantwortlich sind, dass ein fertiges Theaterstück auf der Bühne steht.

Durch die Zusammenarbeit mit dem RLT wurde uns außerdem gezeigt, wie „Profis“ ihre Theaterstücke proben. Gitti Holzer konnte diesmal in unsere Schule kommen, um uns die einzelnen Phasen von Proben anhand eines Zusammenschnitts der Proben für das Theaterstück „Nathan der Weise“ des RLT zu erklären. Zuerst gibt es eine Leseprobe, bei der die Schauspieler*innen ihren Text vor dem Regisseur/der Regisseurin vorsprechen. Dieser/diese gibt den Schauspieler*innen Anweisungen und Tipps, damit die Intention des Theaterstücks besser hervorgehoben wird. Oft wird an der Betonung, der Lautstärke oder dem Tempo gefeilt. Es gibt aber auch noch viele weitere Textannotationen und Modulationsmöglichkeiten die genutzt werden können, damit ein Text die gewünschte Intention erzielt. Als Nächstes folgen die Sitzproben, bei denen die Schauspieler*innen die Texte schon auswendig können, aber noch vermehrt auf ihre Sprache und Betonungen achten. Zuletzt wird mit Bewegungen, Kostüm sowie Requisiten geprobt. Die letzten Korrekturen werden vorgenommen, bevor das Stück schließlich Premiere feiern kann.

Und langsam wird uns auch in unserem Literaturkurs bewusst, wie aufwändig es ist, bis ein Theaterstück aufgeführt werden kann. Durch die Unterstützung des Rheinischen Landestheaters konnten wir viele Tipps und Erfahrungen mitnehmen, die sehr nützlich für unsere Proben nach den Osterferien sein werden und, soweit es die Corona Situation ermöglicht, unsere Präsentation am Ende des Schuljahres. Wir wissen nun, dass es viel Fleiß, Geduld und Hingabe erfordert, ein Theaterstück einzustudieren. Doch durch den strukturierten Aufbau der Proben, den wir nun kennen, werden wir auch diesen Schritt meistern. Vor allem aber haben wir gelernt, dass es nicht schlimm ist, wenn man sich mal verspricht oder den Text vergisst, solange man in der Rolle bleibt. Das passiert schließlich auch den Profis.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich für die Unterstützung durch Frau Holzner und freuen uns auf zukünftige Zusammenarbeiten. Wenn zum Beispiel Schauspieler*innen oder Regisseur*innen des RLT bei unseren Proben dabei sein könnten, könnten wir von diesen nochmals Anregungen erhalten, wie wir vielleicht den Text besser betonen oder unsere Mimik und Gestik besser einsetzen könnten, sodass unserem Theaterstück der Feinschliff gegeben wird. Außerdem könnten sie uns Tipps geben, was zum Beispiel gegen Lampenfieber oder große Aufregung hilft.

Fazit: Wir konnten viel lernen und hoffen, dass wir einige Tipps bei unseren künfitgen Proben umsetzen können."

Fotos: N.N.

 

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